Groß Midlum gründet eine eigene Jugendfeuerwehr

Um Nachwuchssorgen braucht sich die Groß Midlumer Feuerwehr keine Gedanken mehr zu machen: Am 20. September wird dort eine Jugendfeuerwehr gegründet. Damit verfügt die Gemeinde Hinte über fünf Jugendgruppen. Lediglich Cirkwehrum und Westerhusen verfügen über keine eigene Jugendabteilung. Das wurde am Rand des Gemeinde-Feuerwehrtags in Hinte bekannt. Mit den neun Groß Midlumer Neuzugängen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren erhöht sich die Zahl der Jugendlichen innerhalb der Gemeindefeuerwehr auf 80 Köpfe. Insgesamt sind in der Gemeinde Hinte etwa 220 Feuerwehrleute aktiv.
Die Groß Midlumer Jugendlichen haben bereits ein Jahr lang bei verschiedenen Aktivitäten der Nachbarwehren einen Einblick in das Feuerwehrwesen bekommen. Jetzt soll offiziell eine Gruppe gegründet werden. Mit der Gründung der neuen Gruppe hatte die Groß Midlumer Wer rechtzeitig eine Überalterung gegengesteuert.
Das Durchschnittsalter in der Ortswehr beträgt etwa 44 bis 45 Jahre, sagte Hintes Gemeindebrandmeister Hinrich Ackmann. Kritik an der Jugendarbeit übte der neu gewählte Kreisjugendwart Michael Engelbarts (Loppersum). Zwar zähle der Landkreis Aurich mit 33 Jugendfeuerwehren und insgesamt 487 Mitgliedern im Jugendbereich zu den stärksten Kreisen im Regierungsbezirk Weser-Ems, sagte Engelbarts vor den Delegierten des Kreisverbands Norden in Hinte. Aber: Im Vorfeld des Bundeswettbewerbs der Jugendfeuerwehren hatten sich für den Kreisausscheid nur 13 Wehren gemeldet - von 33. "Das kann nicht angehen" , sagte Engelbarts. Zudem seien einige Jugendfeuerwehren bei der Abnahme der Leistungsspange - der höchsten Auszeichnung für Jugendfeuerwehren - wegen nicht ausreichender Leistung disqualifiziert worden. Engelbarts bedauerte dies vor allem wegen der Jugendlichen. Nach seiner Auffassung hätte dies bei entsprechender Vorbereitung nicht geschehen müssen: "Ein solcher Wettbewerb ist zwar anstrengend, aber kein Tortur." Engelbarts appelliert an Ortsbrandmeister, zu überprüfen, ob sich die Judenfeuerwehrwarte überhaupt mit dem Wettbewerb befassen würde.


Nachwuschs bekommt Dach über den Kopf (OZ)

Blankpolierte Pokale auf dem Fensterbrett, ein Kalender an der Wand und der Putzplan an der Tür sind erste sichere Zeichen: Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Groß Midlum sind eingezogen, haben ihren neuen Raum in Besitz genommen. Auf den Tischen liegen Fotos von den Bauarbeiten. Darauf zu sehen sind die Aktiven und Senioren der Freiwilligen Feuerwehr Groß Midlum, beim Verlegen des Fußbodens, beim Streichen oder beim Bauen. Mehr als 1600 Stunden rackerten sie auf dem Bau für den Feuerwehr - Nachwuchs. Auf den sind die "Erwachsenen" nämlich stolz. Seit drei Jahren hat die Feuerwehr Groß Midlum eine Jugendabteilung und in dieser Zeit ist sie tüchtig gewachsen. Auch das zeigen die Fotos im Jugendraum. Auf den Bildern anlässlich der Gründung sind Betreuer Christian Mudder und Markus Eden mit nur acht Jungen zu sehen. Inzwischen ist die Abteilung um 16 Jugendliche stark, darunter zwei Mädchen. Und engagiert sind sie auch. "Die Beteiligung am Dienst liegt bei über 90 Prozent. Manche können es gar nicht abwarten und sind schon früher da" ,erzählt Schriftführer Hinrich Busker von den wöchentlichen Treffen. Der Eifer beim Üben hat sich schon gelohnt.
Ein großer Pokal weist die Jugend als zweiter Sieger beim diesjährigen Gemeindejugendfeuerwehrtag aus. Der steht jetzt zusammen mit einigen anderen zusammen auf der Fensterbank. "Die Jugendlichen haben sich einen Raum gewünscht in dem sie ganz für sich sein können", so Busker. Den haben sie nun bekommen. Die Feuerwehr baute die alte Wagenhalle zu einem Werkraum um. Dort können die Jugendlichen im Winter basteln.
Statt das renovierungsbedürftige Flachdach darüber zu sanieren, machte die Feuerwehr Nägel mit Köpfen und stockte auf. Im neuen Dachgeschoss hat die Jugend nun einen geräumigen und gemütlichen Versammlungsraum zum Klönen oder für den theoretischen Unterricht. Eigenverantwortlich wollen sie ihn nutzen und sich darum kümmern. Daher der Putzplan. "Man merkt richtig sie habe Spaß daran. "Der Raum gehört ihnen", so Markus Eden.
Die Gemeinde Hinte bezahlte wie schon bei der neuen Wagenhalle das Material und die Männer der Feuerwehr bauten. "Alles in Eigenleistung" ,berichtet Ortsbrandmeister Jans Mudder. Die Männer haben es gern getan . Aus der Jugend soll schließlich einmal die künftigen aktiven Feuerwehrmänner und -frauen kommen.


Die spritzsicheren Cola-Schwarzenegger (OZ)

Ein Feuerwehrmann muss gut zielen und entsprechend mit Wasser spritzen können. Er muss Kraft haben, aber auch Geschicklichkeit und sich Dinge einprägen können. Dieses und andere Fähigkeiten haben 27 Jugendfeuerwehr-Gruppen aus dem Landkreis Aurich am Sonnabend rund um die Pewsumer Sportanlagen unter Beweis gestellt. Rund 450 Kinder und Jugendliche übten sich in insgesamt zehn „Disziplinen“:

Da musste mit einer Arztspritze ein Tischtennisball von einer Flasche gespritzt werden, da galt es, möglichst lange eine gefüllte Colaflasche mit ausgestrecktem Arm hochzuhalten, da wurde Boccia gespielt, da mussten Gegenstände aus einem kurz gesehenen Koffer behalten werden.

Am Ende konnte sich der Feuerwehr-Nachwuchs aus Groß Midlum auf das Siegertreppchen stellen. Zweiter wurde die Riepster Jugendwehr, gefolgt von Ochterlbur, Loppersum und Osterhusen. Kreis-Jugendwart Matthias Aeilts war über die Beteiligung sehr zufrieden. In der Entscheidung, mit dem Jugendfeuerwehrtag ins Frühjahr zu wechseln, fand er sich durch das Sommerwetter mehr als bestätigt.


Feuerwehr triff auch Teebeutel (OZ)

 

 

Der erste Gemeinde-Jugendfeuerwehrtag in der Gemeinde Krummhörn war am Sonnabend auf dem Sportplatz in Manslagt. Veranstalter war die Jugendfeuerwehr Hamswehrum. Etwa 90 Jugendliche aus der Krummhörn, Hinte und Emden nahmen teil und traten in einem „Spiel ohne Grenzen“ gegeneinander an.

„Hier gibt es aber keinen Leistungsdruck“, sagte Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart Ingo Rohs. Denn der Wettkampf stand bei dem Treffen nicht im Vordergrund, sondern der Spaß.

Den hatten die Jugendlichen, mussten sie doch in Disziplinen wie „Kuh melken“ oder „Teebeutel-Weitwurf“ bestehen. Sie kletterten Wände hoch, pusteten durch einen 15 Meter langen Schlauch einen Luftballon auf, bastelten Schlangen aus Papier und lieferten sich eine Schubkarren-Rallye.

Sieger wurde die Jugendfeuerwehr Osterhusen, gefolgt von Loppersum und Groß Midlum. Seit 1993 gibt es Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Krummhörn. Heute zählen sie etwa 70 Mitglieder. Es gab bereits drei gemeinsame Zeltlager, der Gemeinde-Jugendfeuerwehrtag konnte aber erst in diesem Jahr realisiert werden. Aktive Jugendarbeit steht im Vordergrund. „Etwa 30 Prozent ist dabei Feuerwehrarbeit“., erläutert Rohs. Diese bereitet auf den Dienst in der Einsatzwehr vor. Den größten Teil nimmt die „allgemeine Arbeit“, so Rohs, ein. Also Sport treiben, basteln oder auch Nistkästen bauen.

Das Mindestalter liegt bei zehn Jahren. Mit 16 Jahren können die Jugendlichen in die Einsatzwehr wechseln, was sich auch bis zu 18. Geburtstag „hinausschieben“ lässt. Ziel ist jedoch für die meisten die „große Feuerwehr“. Bis dahin heißt es aber erst mal: Teebeutel werfen und Kühe melken.